Kulturdreieck

Sigiriya im Morgengrauen besteigen: Was Ihnen niemand sagt

Die Felsenfestung erlebt man am besten lange, bevor die Reisebusse eintreffen. Ein Leitfaden zum richtigen Zeitpunkt, zur Ausrüstung und dazu, warum die Fresken wichtiger sind als die Aussicht.

Die alte Felsenfestung Sigiriya ist das berühmteste Wahrzeichen Sri Lankas. Dieses UNESCO-Welterbe erhebt sich dramatisch aus der zentralen Ebene und ist spektakulär, doch seine Eroberung erfordert eine Strategie.

Hitze und Menschenmassen umgehen

Der Ticketschalter öffnet um 6:30 Uhr, und Sie sollten schon dort warten. Gegen 9:00 Uhr sind die schmalen Metalltreppen an der Felswand stark von Reisegruppen verstopft. Wer früh aufsteigt, entgeht der intensiven Mittagssonne und erlebt die Ruinen im friedlichen Morgenlicht.

Die Spiegelwand und die Fresken

Etwa auf halber Höhe führt eine Wendeltreppe zu einer geschützten Galerie mit alten Fresken, die himmlische Nymphen darstellen. Gleich dahinter liegt die Spiegelwand, die einst so hoch poliert war, dass der König sein Spiegelbild darin sehen konnte. Heute trägt sie alte Inschriften aus dem 8. Jahrhundert.

Der Weg zum Gipfel

Der letzte Aufstieg beginnt an der Löwenplattform, zwischen zwei gewaltigen, in Stein gehauenen Pranken. Der Aufstieg ist steil, aber sicher. Oben erwarten Sie die Ruinen des Himmelspalastes von König Kashyapa, umgeben von einer weiten 360-Grad-Aussicht auf den smaragdgrünen Dschungel unten.

Praktische Tipps

Tragen Sie feste Schuhe, denn die 1.200 Stufen können uneben sein. Nehmen Sie reichlich Wasser mit, denn hinter dem Eingang wird keines verkauft. Und vor allem: Gehen Sie weiter, wenn Sie den dort lebenden Affen oder wilden Wespen begegnen!

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